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Expressionsmuster und prognostische Bedeutung von CD24, p53 und p21 in Lymphomen

HINTERGRUND UND FRAGESTELLUNG: Gewebemikroarrays ("tissue microarrays", TMA) erlauben eine simultane, rasche und standardisierte In-situ-Untersuchung von bis zu 1000 verschiedenen Gewebeproben auf einem Objektträger. In dieser Studie untersuchten wir das Expressionsprofil und die... Ausführliche Beschreibung

1. Verfasser: Went, P
Weitere Verfasser: Dellas, T, Bourgau, C, Maurer, R, Augustin, F, Tzankov, A, Dirnhofer, S
Sprache: German
Zeitschrift: Deutsche Medizinische Wochenschrift - DMW
Veröffentlicht: 2004
Detailangaben: 129(2004), H. 40, S. 2094-2099
ISSN: 0012-0472
Online Zugang: http://dx.doi.org/10.1055/s-2004-831850
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520 |a HINTERGRUND UND FRAGESTELLUNG: Gewebemikroarrays ("tissue microarrays", TMA) erlauben eine simultane, rasche und standardisierte In-situ-Untersuchung von bis zu 1000 verschiedenen Gewebeproben auf einem Objektträger. In dieser Studie untersuchten wir das Expressionsprofil und die prognostische Bedeutung von CD24, p53 und p21 an einem Non-Hodgkin-Lymphom-Gewebemikroarray. METHODIK: 603 gut dokumentierte Non-Hodgkin-Lymphome wurden in ein Array-Format gebracht (341 diffus großzellige B-Zell-Lymphome, 86 follikuläre Lymphome, 81 chronische lymphatische Leukämien/kleinlymphozytische Lymphome, 51 primär mediastinale diffus großzellige B-Zell-Lymphome, 26 Mantelzelllymphome, 8 lymphoplasmozytische Lymphome, 8 nicht näher spezifizierte T-Zell-Lymphome und 2 Burkitt-Lymphome). Die Expression von CD24, p53 und p21 wurde immunhistochemisch analysiert und semiquantitativ ausgewertet. Der Immunphänotyp p53+/p21- diente als Surrogatmarker (Δ-p53) für p53-Genmutationen. Bei den diffus großzelligen B-Zell-Lymphomen wurde die Markerexpression mit klinischen Daten und dem Gesamtüberleben korreliert. ERGEBNIS: 473 von 522 aller auswertbaren Non-Hodgkin-Lymphome (91%) waren CD24 positiv. Die CD24-Expression war nicht mit dem Gesamtüberleben assoziiert. Ein Δ-p53 wurde in 70 von 539 auswertbaren Lymphomen (13%) gefunden. Am häufigsten fand sich ein Δp53 bei diffus großzelligen B-Zell-Lymphomen (21%). In der multivariaten Cox-Regressions-Analyse waren ein hoher internationaler prognostischer Index sowie ein Δp53 unabhängige Parameter für ein schlechtes Gesamtüberleben. FOLGERUNG: Die Gewebemikroarray-Technik erlaubt auch in der Lymphomforschung eine bisher in dieser Form nicht mögliche, effiziente, simultane und weitgehend standardisierte klinisch-pathologische Analyse großer Patientengruppen. Immunhistochemisch bestimmtes Δp53 ist ein unabhängiger negativer Prognosefaktor bei diffus großzelligen B-Zell-Lymphomen und kann problemlos routinemäßig bestimmt werden. 
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